| Ende September, am Tag des Herbstbeginns, ein strahlender, sonniger Tag. Die Trauben schmecken köstlich, nicht zu süß und nicht zu sauer, das Laub ist nach wie vor schön grün und satt und profitiert von der Herbstsonne. Der September-Regen hat die Zucker- und Alkoholwerte herabgesetzt, die kühlen Nächte dabei glücklicherweise die einsetzende Fäulnis verhindert.
Der Winzer steht vor der schwierigsten Entscheidung des Jahres: jetzt einen leichten, frischen, angenehmen, gut zu trinkenden netten Wein zu produzieren - oder alles riskieren: warten auf Herbstkälte, weitere Sonne und Stürme, Regen..., um danach möglicherweise einen ganz großen Wein zu ernten.
Wir entscheiden uns für sowohl als auch. Sektgrundwein, Rosé und leichter Grüner Veltliner können bei trockenem Wetter zügig geerntet werden. Sehr viele Weingärten aber werden bis Oktober und November warten müssen. Das Vermögen der Familie sind die im Weingarten wachsenden Trauben. Ein Teil wird in Sicherheit gebracht, der andere Teil der nicht vorhersehbaren Witterung ausgesetzt. |