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| 17.10.2005 |
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Die Lese ist voll im Gang.
Ein phantastischer Herbst entschädigt uns für den regnerischen Sommer.
Besonders günstig ist das Absinken der nächtlichen Temperaturen auf
ungefähr 5°C, wodurch die Trauben frisch und gesund bleiben.
Die verschiedenen Rebsorten werden nach der Reihe eingebracht:
Langenloiser Spiegel – Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay, St Laurent
und Zweigelt.
Diese Woche stehen Pinot Noir und Grüner Veltliner Kamptaler Terrassen, sowie einige reifere Fässchen Chardonnay an.
Die Trauben werden im Weingarten sortiert: die schönsten Traubenteile
gelangen in Kistchen in den Keller, mangelhafte Teile werden zu Boden
geschnitten, eine Arbeit, die Konzentration erfordert, und durch keine
Maschine der Welt ersetzt werden kann.
Die sich immer mehr
durchsetzende mechanische Ernte schlägt wahllos einen Brei in große
Bütten, nicht frische Trauben, sondern bräunliche Marmelade wird in den
Keller transportiert.
Hier entstehen dramatische Unterschiede in der Weinqualität.
Der Jahrgang 2005 ist also grundsätzlich gut, die Winzer haben es aber
in der Hand, das Ergebnis zu verderben, wenn sie an der notwendigen
Sorgfalt mangeln lassen. |
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