| 2005 – Kein Jahrgang für faule Winzer
Ein abwechslungsreiches Herbstklima fördert die Geschmacksentwicklung der Trauben. Die Trauben für den Sektgrundwein wurden bereits zu einem großen Teil eingebracht – bei idealer Gradation, knapp unter 11%vol., die Säure frisch und fruchtig aber nicht aggressiv.
Die Trauben sind je nach Lage und Pflegezustand extrem unterschiedlich. Es wird ein Jahr für penible Traubenselektion mit der Chance, wirklich phantastische Trauben zu ernten, aber auch dem Risiko des überdurchschnittlich feuchten Wetters.
Da die Gerbstoffe der Traubenkerne noch nicht vollkommen durchgereift sind, sondern nach wie vor grüne Tannine dominieren, muss beim Transport der Trauben und der Pressung allergrößte Sorgfalt herrschen – nur Feinheit soll extrahiert werden, nichts von der beißenden Herbe der Kerne oder Stiele.
In einem Jahr wie 2003 konnte ja jeder „Faulenzer“ sich zurücklehnen und ohne viel Arbeit einen ordentlichen Wein gewinnen.
2005 musste und muss differenzierter gearbeitet werden: Laubarbeit, Trauben wegschneiden, schlechte Beeren und Traubenteile wegschnipseln, äußerste Schonung und Sorgfalt. |