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Grüner Veltliner Lamm 2006
Lage: Kalkreicher Lehm auf Lamm – Silt-Gestein, schließt östlich an den Heiligenstein–Südhang – einer der heißesten Punkte des Weinbaugebiets.
In dieser Lage werden die Trauben besonders reif und konzentriert und bekommen eine Wärme, wie man sie sonst fast nur von Burgundersorten kennt.
Einerseits handelt es sich um die Quintessenz des Grünen Veltliners, andererseits verläßt man das, woran man beim Grünen Veltliner gewöhnt ist, nämlich Leichtigkeit und Spritzigkeit.
Die hochreifen Trauben werden Anfang November in kleine Kistchen gelesen und auf schnellstem Weg in den Keller gebracht, ohne jedwedes Pumpen oder Umleeren direkt in die Presse gefüllt, danach äußerst schonend und langsam gepreßt, damit keine unerwünschten Gerb- oder Trubstoffe in den Most gelangen.
Die Gärung und ein Teil des Ausbaus erfolgt direkt in 300 Liter-Fässern aus österreichischer Akazie bzw. auch aus heimischer Eiche. Im Anschluss wird der Wein, zusammen mit der Feinhefe (ca 5-10% der Gesamthefe) in ein 2500 Liter- Holzfass umgezogen, wo er bis zur Flaschenfüllung Ende Mai ruhen bleibt.
Ertrag: ca. 2500 Liter pro Hektar
Alk: 14 %
Kostnotiz: Kräftigeres Gelbgrün. In der Nase sehr intensive Würze, braucht einige Luft, stoffige, gelbe Fruchtanklänge. Am Gaumen kraftvoll, engmaschig angelegt, feine Extraktsüße, sehr mineralisch, feine gelbe Apfelaromen, bleibt sehr gut haften, großes Entwicklungspotenzial. Kapitaler Grüner Veltliner, feinfruchtiger Rückgeschmack. (Peter Moser, Falstaff) |