|
|
 |
Anselm – St. Laurent 2002
Die dritte und jüngste Cuvée der Familie Bründlmayer trägt konsequenterweise den Namen des jüngsten Sprösslings Anselm. Sie reflektiert den singulären Charme der bodenständigen Spezialiäten St. Laurent und Zweigelt.
Die Trauben stammen von den ältesten Rebstöcken mit einem Durchschnittsalter von ca. 45 Jahren. Bei geringerem Ertrag, bilden diese tief verwurzelten "Senioren" kleine dickschalige und extraktreiche Beeren, die dem Wein Würze und Kraft verleihen. Ein Großteil des Rebbestands steht auf kargen Gesteinsböden. Die erklärt die mineralischen Noten und die kompakte Struktur des Weines. Einige wenige Rebanlagen stehen am Hangfuß auf fruchtbaren Lehmböden und liefern Kraft und Fülle.
Ca. 55% St. Laurent, 45% Zweigelt wurden nach einer klassisch 2-wöchigen Maischestandzeit über 1 Jahr in österreichischen 300 l Eichenfässern ausgebaut und ruht nach einmaligem Abzug lange auf der Feinhefe, die die Fähigkeit hat, Geschmackskomponenten zu integrieren und zu verbinden. Beim Ausbau wird darauf geachtet, einen aufdringlichen Eichenton zu vermeiden. Zum Beispiel, in dem die Fässer weder neu noch älter als drei Jahre sind.
Es empfiehlt sich den Wein auch nach der Freigabe noch einige Zeit auf der Flasche reifen zu lassen.
Alk.: 12,5%
Kostnotiz: Nobles intensives Bouquet aus Beeren- und Kirschfrucht, mit Gewürznoten und dezenten Röstaromen unterlegt. Am Gaumen zunächst samtig weich und füllig mit tiefer saftiger Frucht (Weichsel), dann würzig und angenehm mineralisch, elegant aber mit einigem Tannin und fester Struktur angenehm stützende Säure, lang nachklingend.
Speisenempfehlung: Perfekt zu jungem Wild etwa mit Preiselbeeren oder eingelegten Weichseln, zu Lamm und Wildgeflügel wie Rebhuhn, zu Steaks und allerlei kurz Gebratenem, zu Ente und Jungmastgans, zu mittelreifen halbfesten Schnittkäsen, wobei sowohl beim Käse als auch beim Wein auf die Reife genauer zu achten ist. |