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Mit Junibeginn setzt heuer die Weinblüte ein – mit seinem subtilen und betörenden Duft. Damit ist der Jahrgang 2008 im langjährigen Schnitt – mit einem weder besonders frühen noch besonders späten Blühbeginn.
Der Blühtermin gehört zu den wichtigsten Daten im Jahr eines Winzers. Das Klima im Frühjahr ist für die Reife des Weines viel wichtiger als der Sommer, der ohnehin immer mehr oder weniger warm ist und damit zu einer Jahr für Jahr annähernd gleich schnellen Entwicklung der Reben in dieser Jahreszeit führt.
Damit dürfen wir erwarten, dass die Trauben des Jahrgangs 2008 auf jeden Fall reif werden, aber auch eine frische Säure bis September mitnehmen.
Es wird zu keiner vorzeitigen Reife im August kommen. Das ermöglicht dann auch im September für den frischen, leichten Sektgrundwein zu ernten und bis November zu warten, um aus den Einzellagen charaktervolle, große Weine zu gewinnen.
Für dicke, fette Rotweine wird es für uns kein Jahrgang werden, aber das ist ohnehin nicht unser Fach. Auf grazile, duftige Pinot Noir, Zweigelt und St Laurent dürfen wir uns aber jetzt schon freuen. |